In Jesu Hand einschlagen oder sie ans Kreuz nageln

 

Liebe Gemeinde,

sich nicht beschenken lassen können, das ist schon tragisch. Aber vielleicht auch weitverbreitet? Ein ernstes Problem für sie vermutlich, sonst hätte sie es vielleicht nichts ins Forum geschrieben. Was ihr die Leute da wohl geraten haben in ihren Antworten?

Wir sind in die Passionszeit gestartet. Gott hat den Menschen nicht nur ein Geschenk übergeben, sondern er hat sich selber hingegeben. Hat sich dem Äußersten ausgesetzt, hat es überwunden, und jetzt können wir leben. Ohne der Macht des Todes einfach ausgesetzt zu sein. Und Tod, das ist alles, das Weiterlesen

Auch mal nur „Nein und Amen“ sagen

 

Liebe Gemeinde,

da wird aber einer gequält von seiner Schuld! Und kann auf Gnade nicht mehr hoffen. Und „kann nicht“ nicht deswegen, weil es keine gäbe. Sondern weil er nicht glauben kann, dass es für ihn noch Gnade geben könne.

Ihr kommt übrigens wahrscheinlich im Leben nicht drauf, wer hier so gequält spricht und wer sein Seelsorger ist, oder? Ihr müsstet dafür schon ein so großer Kenner der Werke von Karl May sein, Weiterlesen

Aus Weihnachten wird Passion

Liebe Gemeinde,

diese Geschichte eben von der Salbung Jesu in Bethanien, einem Vorort von Jerusalem, auf dem Weg zu seinem Gerichtsprozess, und das Lied, das wir danach gesungen haben – beide zusammen sagen uns: Die Hingabe an Gott ist der Weg zur Rettung der Welt.

Christus ist auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Was für eine Verschwendung! Aber dann geschah in seiner Auferweckung der Sieg über den Tod und dessen Mächte. Diese Frau hier hat ihm hingegeben, was sie hat. Was für eine Verschwendung! Aber dann wurde daraus eine vorweggenommene Antwort auf die Hingabe Jesu. Und ein Bild für uns alle.

Septuagesimae, siebzig Tage vor Ostern. Wir schlagen die Kurve von Weihnachten in die Passionszeit ein. Kommen reichbeschenkt aus der Weihnachtszeit. Und bedenken in den nächsten Wochen die Hingabe. Dazu Weiterlesen

Aus dem main stream trinken?

 

Liebe Gemeinde,

aus dem Leben gegriffen, das Anspiel unserer Teenager. Immer wieder sind da Menschen, die nicht mit an der Quelle sitzen. Vielleicht weil die anderen sie komisch finden und sie da nicht bei sich haben wollen. Oder der, der abseits bleibt, will nicht einfach so mit den anderen zusammensein. Aber die Sehnsucht dazuzugehören, bleibt. Und sucht sich dann andere Wege, will Bewunderung vielleicht, ja, selbst wenn die anderen mich fürchten, wären sie wenigstens noch im Kontakt mit mir.

Und sie werden dann für mich das, wovon unsere Jahreslosung spricht: zur Quelle lebendigen Wassers. Ich brauche deine Weiterlesen

Tiefseel-Bewohner

 

Liebe Gemeinde,

ich vermute, das hat eher keiner von uns gemacht, oder? Dem anderen so ein richtig schlechtes neues Jahr gewünscht? Es käme wohl gar nicht gut an, wenn wir einander wünschen würden: „Möge dir nichts gelingen! Möge deine Gesundheit schwinden! Mögen deine Rücklagen schrumpfen! Mögen deine Freunde dir den Rücken kehren! Damit du mal so richtig wichtige Erfahrungen für deine innere Entwicklung machst!“

Natürlich wissen wir: Die ganz wichtigen Erfahrungen machen wir in der Tiefe.  Aber wünschen Weiterlesen

Krasse Geschichten, krasse Leute, diese Christen

 

Liebe Gemeinde,

neulich bin ich auf dem Weg zur U-Bahn in eine Gruppe Schüler hineingeraten. Ich wollte mich da erst rausmanövrieren und sie überholen, weil ich es offensichtlich etwas eiliger hatte als sie. Aber dann bin ich noch ein Weilchen mittendrin geblieben. Weil ich nämlich entdeckte, worüber sie sich unterhielten. Erst dachte ich, es ging um ein Computerspiel oder die Serie Game of thrones oder so. Von einem krass fiesen König erzählte da einer, der unbedingt an der Macht bleiben wollte, und von Leuten, die sich lieber nicht mehr seinem Palast nähern wollten und so. Von den anderen Schülern fragten immer wieder welche total erstaunt nach.

Erst als einer sagte: „Ey, aber ehrlich, Alter, als Josef wäre ich mir total verarscht vorgekommen“, da wusste ich sicher, worüber sie sich unterhielten. Und ich dachte: Weiterlesen

Neujahrswunsch: Hauptsache bei Gott!

Liebe Gemeinde,

das müssen wir unter uns zumindest wohl nicht befürchten, dass man sich kaum noch daran erinnert, was an Weihnachten war. Aber dass man schon bei den Vorbereitungen auf Weihnachten zwischendurch auch mal denkt, so viel Aufwand, und dann ist es doch nur wenige Tage später schon wieder vorbei, das dürfte uns bekannt sein, oder? Schon, weil ja jetzt auch Silvester kommt und Neujahr, das will dann ja auch wieder gefeiert werden. Ich finde, das ist eine wunderbare Geschichte von Marie Luise Kaschnitz: der Weihnachtsstern, der im Müllschlucker landet und der Junge sieht ihm hinterher und der Stern hört und hört nicht auf zu leuchten da unten auf dem Müll.

Leuchtet unser Weihnachtsstern auch weiter unter all dem, was jetzt wieder kommt an Alltag? Was bleibt, Weiterlesen

Weihnachtstraum, Traumweihnachten

Liebe Gemeinde,

ja, „maybe this Christmas“, vielleicht wird dieses Jahr ja alles anders. Und, kleine Zwischenbilanz? Ok, wenn es bisher noch nicht alles anders geworden war, besser, meinen wir damit natürlich, dann ist heute der letzte Tag dafür. Morgen müssten wir ansonsten sagen: Naja, man wird ja noch mal träumen dürfen. Überhaupt ist Weihnachten ja auch Traumzeit.

Und ich sage: Ja, geträumt werden muss unbedingt! Denn beim Träumen Weiterlesen

Treue und Barmherzigkeit (3. Advent)

 

Liebe Gemeinde,

dass Dornen Rosen tragen – was für eine wundersame und wunderbare Umkehrung dessen, was wir sonst andersherum sagen: nämlich dass Rosen Dornen haben. Wie im Gedicht: „Jüngling sprach, ich breche dich! Röslein sprach, ich steche dich.“ Ja, muss man wissen, Rosen können piksen.

Aber hier, entlang des Weges, auf dem Maria unterwegs ist, das gibt es überhaupt keinen Rosenstrauch, hier gibt es erst einmal nur Dornen, wie auch immer diese stacheligen Gewächse auch heißen. Aber plötzlich sprossen da Rosenblüten heraus! Wer hätte das gedacht!? Niemand natürlich, weil Weiterlesen

Zwischen Bergen

 

Liebe Gemeinde,

was sollte das mit den Bergen eben? Berge als Sehnsuchtsorte, gerade zur Weihnacht, schön verschneit. Berge aber auch als bedrängend, beklemmend, Berge, die nicht in ihrem Schatten bergen, sondern die erdrücken. Man kann sie so oder so erleben.

Wie das Fest der Geburt unseres Herrn. Für die einen Anlass zur Besinnung, mal ein bisschen zur Ruhe kommen, ausgebremst, und sei’s nur zwangsweise, auch egal. Danke, Gott, für diese Gelegenheit! Andere danken, wenn’s wieder vorbei ist.

Für noch mal andere ein Fest, mit dem sich Hoffnungen verbinden. Hoffnung auf Weiterlesen