Durch die dicke Haut berührt?

Liebe Gemeinde,

wovon lassen wir uns berühren? Wovon lassen wir uns noch berühren? Was kommt uns aber auch näher, als uns lieb ist? Besonders in einer Stadt wie Berlin: Von allem und von allen gibt es so viel – wer da auffallen will, muss besonders dick auftragen. Wahlwerbung kommt natürlich nicht ohne Emotionen aus. Und es ist ja auch so: Was uns nicht im Gefühl erreicht, bewegt uns nicht. Selbst die Motz-Verkäufer in der S-Bahn versuchen, sich voneinander abzusetzen. Und schaffen es doch fast nie, uns zu bewegen.

Dicke Haut macht schon Sinn manchmal, Weiterlesen

Drinnen und draußen? Alle zur Mitte!

Liebe Gemeinde,

ich hoffe, Ihr könnt mich überhaupt sehen, vor dieser Kulisse strammer Kerls [aus dem Anspiel zur Einschulung], wie die Brüder Davids welche sind. Wirklich beeindruckend. Man stelle sich den Vater daneben vor. Wie er zufrieden auf seine Jungs blickt. Die hat er ganz gut hinbekommen. In der Summe und auch jeden Einzelnen. Er kennt sie alle durch und durch. Ihre Stärken und auch ihre Schwächen. Und er ist stolz auf sie.

Um so mehr runzelt er die Stirn, als der Prophet einen nach dem anderen von der Liste der Königsnachfolger streicht. Was will der denn noch sehen? Kraft, Klugheit, Schläue, Ehrgeiz, was auch immer, es war doch alles vertreten! Später wird er alle Hände zu tun haben damit, seine Jungs zu beruhigen. Weiterlesen

„Vernunft breitet sich aus“

 

Liebe Gemeinde,

„Vernunft breitet sich aus in der Bundesrepublik Deutschland“, die Menschen liegen sich schluchzend in den Armen, schon wird von immer mehr Akten der Vernunft berichtet, es ist kaum zu fassen. Reinhard May meint: Wir brauchen solche Bilder, um die Hoffnung nicht zu verlieren.

Bilder der Hoffnung, Bilder einer guten Zukunft, die uns einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Haben wir die gerade auch? Berlin kehrt Weiterlesen

Ja? Nein? Egal, lass dich ein!

Liebe Gemeinde,

und, wer ist der Fangfrage auf den Leim gegangen? Fünf Möwen sitzen da, eine entscheidet sich wegzufliegen, wie viele sitzen dann da noch? Naja, fünf halt, sie hat sich ja erst nur entschieden, die eine, losgeflogen ist sie deswegen noch nicht, warten wir’s mal ab. Und selbst wenn es dann auch sofort losgehen würde – immer gibt es diesen einen Moment zwischen Entschluss und Tat, in dem noch mal etwas geschehen kann, damit nichts geschieht.

Könnte man jetzt weiterfragen: Im Urlaub über eine Veränderung nachgedacht? Und, tatsächlich schon was geändert? Oder noch dabei nachzudenken? Manchmal muss sich etwas ja auch erst noch entwickeln.

Oder: Weiterlesen

Himmelsbrot und Tischgebet

Liebe Gemeinde,

25 Jahre fairtrade! Und am Anfang standen wie so oft bei solchen Ideen christliche Gruppen. Dann wurde manchmal institutionalisierte Nächstenliebe draus. Wie bei Krankenhäusern, zum Beispiel. Und für viele stand die Geschichte von der Vermehrung der Brote und Fische am Anfang: Es soll doch für alle reichen!

In unserem Wort für heute diskutiert Jesus mit einigen Leuten, was für ihn diese Brot-Geschichte noch mal auf einer ganz anderen Ebene Weiterlesen

Ausreise, Einreise – wird die Liebe bleiben? (Aussendung EBM-Volontäre)

23.7.2017

Liebe Gemeinde,

wenn manche von uns in der nächsten Zeit eine Grenze überschreiten, dann dürfte das nichts im Vergleich sein zu dem, was die 14 jungen Leute, die wir heute von der EBM zu Gast haben, in zwei Monaten erleben werden. Wir fahren bloß irgendwo hin. Sie stehen vor einer Ausreise und einer Einreise. Sie gehen in ein neues Leben. Auch nur auf Zeit, ok, aber für ein halbes bis dreiviertel Jahr, und so viele Monate Leben ist schon mehr als zwei Wochen Urlaub.

Für den Sonntag heute sind uns Bibelworte vorgeschlagen, die auch an Leute gerichtet sind, die vor einer Ausreise und einer Einreise stehen. Ihr habt die Worte vielleicht schon im Programm gelesen. Ich möchte uns aber erst mal eine Brille aufsetzen, um sie vielleicht noch mal anders zu hören. Nun haben Brillen erst mal nichts mit dem Hören zu tun. Außer Weiterlesen

Die Seele sehen lehren (Gottesdienst mit dem Kindergarten)

 

Liebe Gemeinde,

der Blinde schreit. Wer weiß, vielleicht wäre Jesus sonst an ihm vorbeigegangen. Hätte ihn vielleicht gar nicht gesehen. Oder hätte ihn vielleicht gesehen, aber hätte gedacht: Diesmal nicht. Die anderen Blinden hatten welche gehabt, von denen sie zu Jesus geführt wurden. Der hier nicht. Der hatte nur seine Stimme. Und mit der ruft er um Hilfe. Mit der bittet er um Weiterlesen

Erfahrungen machen Werte (Teenager-Gottesdienst)

 

[Nach dem Anspiel des Teenager-Kreises] Sportskanone, Businessfrau, Teenage-Mum, der ihre Familie alles bedeutet, der das Geldverdienen aber irgendwie egal ist. Was ist ihnen wichtig, wie leben sie?

Klar, sie sind ein wenig holzschnittartig dargestellt. So in Reinform sagt das keiner. Manche leben es vielleicht so in Reinform. Aber keiner wird das wohl so sagen. Wir haben also ein wenig vereinfacht. Verdeutlicht. Aber wir haben ja auch nicht viel Zeit zum Genauerhinschauen. Und so werden die Typen immerhin schön deutlich.

Was hat sie wohl so werden lassen? Welche Erfahrungen haben sie gemacht, die ihnen diese Werte gelehrt haben? Fitness, Geld, Familie ohne Verantwortung? Wer hat sie beeindruckt? Gegen wen rebellieren sie? Werte fallen ja nicht vom Himmel.

Aber apropos: Was wäre, wenn wir hier noch einen Christen interviewt hätten? Weiterlesen

Zu was für einem Fest bin ich denn da geladen?

 

Liebe Gemeinde,

das Wörtchen „noch“ ist ein zwiespältiges Wort. Wenn wir auf etwas Schönes warten, dann kann es heißen: „Noch ist es nicht so weit, aber es dauert nicht mehr lange, bis die Ferien beginnen!“ Aber wenn wir ahnen, dass das Schöne vergeht, dann klingt es ein wenig bitter: „Genießen wir die Ferien, noch sind sie nicht vorbei.“ Und bei Gott? Alle sind eingeladen zur Feier des Lebens – noch, so wie wir eben gesungen haben? Weiterlesen

Vertrauen heißt lassen

Liebe Gemeinde,

senfkorngroßer Glaube – da könnte man jetzt auch sagen: Da ich noch nie einen Berg bewegt habe, habe ich noch nicht mal einen senfkorngroßen Glauben! Und auch für alle anderen Wunder scheint mein Glaube zu klein. So verstanden, nicht gerade eine Ermutigung.

Aber das ist ja auch eher ein Spezialfall, dass man einen Berg zu versetzen hätte. Und vielleicht können wir deswegen sagen: Herr, wir können ja später irgendwann noch mal auf die Sache mit dem Berg zurückkommen. Für den Augenblick wäre mir aber eher daran gelegen, wie ich mich einfach nur mit meinem Leben und seinen Hoffnungen und Ängsten dir anvertrauen kann. So wie wir es eben gesungen haben: „Wir kommen zu dir, wir vertrauen uns dir an.“

Aber, ach, und vielleicht ist das ja aber sogar noch eine größere Herausforderung fürs Vertrauen. Weiterlesen