Klug sein, Freunde gewinnen

Liebe Gemeinde,

in diesen Wochen nähern wir uns dem Ende. Dem Ende und dann der Ewigkeit. Das Kirchenjahr führt uns an diese Schwelle. Und auf verschiedene Weise will es uns Trost anbieten und Hilfe zur Klugheit. Nach dem Motto: „Herr, lehre uns, dass wir sterben werden, auf dass wir klug werden.“ Memento mori, auf alten Bildern der Schädel unter dem Portrait des prachtvollen Herrschers, und der Schädel sagt: memento mori, denk daran, auch du bist bloß ein sterblicher Mensch, sei nicht so eitel, sondern werde klug.

Mit diesem Sonntag heute bleiben wir vor allem noch bei der Klugheit. Weiterlesen

Das Schwert? Jesus, du?

Liebe Gemeinde,

wie wohl tut uns der Glaube! Zum Beispiel wie wir eben gehört haben: In Betrieben sind die spirituellen Mitarbeiter die, die sich positiv auf den ganzen Betrieb auswirken. Der Glaube, am Ende noch volkswirtschaftlich bedeutsam? Klar, manchmal löst der Glaube auch Probleme, die man gar nicht erst hätte, wenn man nicht glauben würde. Wenn man zum Beispiel den Eindruck hat, an Maßstäben zu scheitern, die andere Leute gar nicht erst haben. Aber wenn uns der Glaube Sinn, Schutz und Freude schenkt, dann tut er, was er soll.

„Wenn Christus heute Menschen sucht“, wie wir eben gesungen haben – dann steht er immer auch im Wettbewerb und muss die Frage beantworten: Weiterlesen

Kapernaum, am Morgen danach

Liebe Gemeinde,

„es gibt“, haben wir gesungen von den überraschenden Dingen, die der Glaube kennt. Ob es auch schon ein Wunder zu nennen wäre, wenn die Jamaika-Verhandlungen gelingen? Wünschen würde ich es mir auf jeden Fall. Nicht nur, weil ich von meinem Studienjahr dort vor langer Zeit eine gewisse Nähe zu dieser Insel überbehalten habe. Sondern auch, weil ich irgendwie mit diesem Bündnis das Gefühl von frischem Wind und Aufbruch verbinde.

Und deswegen hoffe ich, dass die, die jetzt zusammensitzen, die Größe besitzen, einander das zu gönnen, was für den anderen wesentlich ist. Und dass sie damit zufrieden sind, selber nicht alles, sondern nur vieles, vielleicht auch nur manches umsetzen zu können. Und das Ganze zu ihrer Sache machen. Auch Jesus wünscht sich das – für Weiterlesen

Zu früh eingesetzt im Schöpfungsoratorium (Israel-Gottesdienst)

Liebe Gemeinde,

da durchpulst eine Kraft den Kosmos. Gott, der Herr der Welt, von Ewigkeit zu Ewigkeit und überall. Sehr viel größer kann man von Gott nicht denken und reden. Aber was heißt denken und reden – wer Gott so sieht und vielleicht sogar ein bisschen davon wahrnimmt, der denkt nicht nur und redet, sondern der staunt und singt! Wie der Shalom-Chor: Adon Olam! Und wie wir alle eben: Groß ist unser Gott!

Allein: Nicht jedem fällt dieser Blick gleich leicht. Da drängt sich zum Beispiel die Frage auf, ob denn das überhaupt stimmt, Gott, der Herr der Welt. Denn wäre das nicht Weiterlesen

Langstreckenlaufende Adler

Liebe Gemeinde,

wenn wir diesen Gottesdienst heute feiern und darin auch Euer Kind gesegnet haben, liebe Anne und lieber Timo, dann sagen der Psalm und das Lied eben genau das, was wir als Bekenntnis und als Hoffnung heute hier auch feiern wollen: dass wir glauben und hoffen, dass Gott in seiner treuen Liebe mit dem kleinen und dann auch dem großen Jonte ist und sein wird. Bekenntnis und Hoffnung – zugegeben, mal ist das mehr Hoffnung als Bekenntnis, denn nicht immer gleichstark ist unser Glauben und nicht immer gleichgut wird Jontes Leben sein, dass wir Gott loben und ihm danken. Aber gerade auch dafür gibt es ja Bekenntnisse: dass sie unserer Hoffnung aufhelfen.

Der kleine Jonte. Wir haben uns in der Vorbereitung überlegt, was wir ihm und Euch für ihn mitgeben könnten heute in diesem Gottesdienst. Und haben uns noch mal seinen Namen angesehen. Jonte. Jonte ist ein Freund von Kalle Blomquist, jeden Sommer Weiterlesen

Freie Wahl, Wahl der Freien

Liebe Gemeinde,

die Jünger wollen das Netz auswerfen, aber sie schaffen es nicht, weil schon so viel von ihnen selbst drinliegt. Ein interessantes Bild, dass wir da eben gehört haben. Ich will nur dort, ich will nur das – so kommt das Netz nie ins Wasser. Wie leicht muss man werden, um sein Ziel zu erreichen? An diesem Wochenende erleben wir zwei Antworten auf diese Frage: Die Läufer beim Marathon machen sich so leicht wie möglich, um schnell voranzukommen. Die Parteien versuchen, Weiterlesen

Durch die dicke Haut berührt?

Liebe Gemeinde,

wovon lassen wir uns berühren? Wovon lassen wir uns noch berühren? Was kommt uns aber auch näher, als uns lieb ist? Besonders in einer Stadt wie Berlin: Von allem und von allen gibt es so viel – wer da auffallen will, muss besonders dick auftragen. Wahlwerbung kommt natürlich nicht ohne Emotionen aus. Und es ist ja auch so: Was uns nicht im Gefühl erreicht, bewegt uns nicht. Selbst die Motz-Verkäufer in der S-Bahn versuchen, sich voneinander abzusetzen. Und schaffen es doch fast nie, uns zu bewegen.

Dicke Haut macht schon Sinn manchmal, Weiterlesen

Drinnen und draußen? Alle zur Mitte!

Liebe Gemeinde,

ich hoffe, Ihr könnt mich überhaupt sehen, vor dieser Kulisse strammer Kerls [aus dem Anspiel zur Einschulung], wie die Brüder Davids welche sind. Wirklich beeindruckend. Man stelle sich den Vater daneben vor. Wie er zufrieden auf seine Jungs blickt. Die hat er ganz gut hinbekommen. In der Summe und auch jeden Einzelnen. Er kennt sie alle durch und durch. Ihre Stärken und auch ihre Schwächen. Und er ist stolz auf sie.

Um so mehr runzelt er die Stirn, als der Prophet einen nach dem anderen von der Liste der Königsnachfolger streicht. Was will der denn noch sehen? Kraft, Klugheit, Schläue, Ehrgeiz, was auch immer, es war doch alles vertreten! Später wird er alle Hände zu tun haben damit, seine Jungs zu beruhigen. Weiterlesen

„Vernunft breitet sich aus“

 

Liebe Gemeinde,

„Vernunft breitet sich aus in der Bundesrepublik Deutschland“, die Menschen liegen sich schluchzend in den Armen, schon wird von immer mehr Akten der Vernunft berichtet, es ist kaum zu fassen. Reinhard May meint: Wir brauchen solche Bilder, um die Hoffnung nicht zu verlieren.

Bilder der Hoffnung, Bilder einer guten Zukunft, die uns einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Haben wir die gerade auch? Berlin kehrt Weiterlesen

Ja? Nein? Egal, lass dich ein!

Liebe Gemeinde,

und, wer ist der Fangfrage auf den Leim gegangen? Fünf Möwen sitzen da, eine entscheidet sich wegzufliegen, wie viele sitzen dann da noch? Naja, fünf halt, sie hat sich ja erst nur entschieden, die eine, losgeflogen ist sie deswegen noch nicht, warten wir’s mal ab. Und selbst wenn es dann auch sofort losgehen würde – immer gibt es diesen einen Moment zwischen Entschluss und Tat, in dem noch mal etwas geschehen kann, damit nichts geschieht.

Könnte man jetzt weiterfragen: Im Urlaub über eine Veränderung nachgedacht? Und, tatsächlich schon was geändert? Oder noch dabei nachzudenken? Manchmal muss sich etwas ja auch erst noch entwickeln.

Oder: Weiterlesen