Frei und heil werden in der Feier des Schabbats / Sonntags

Liebe Gemeinde,

den Schabbat begrüßen wie einen geliebten Menschen, nein: wie DEN geliebten Menschen. Und nicht nur zu begrüßen, sondern ihm sogar entgegeneilen.

Den Sonntag begrüßen wie einen geliebten Menschen, nein: wie DEN geliebten Menschen. Und nicht nur zu begrüßen, sondern ihm sogar entgegeneilen.

Endlich ungestört mit ihm oder ihr. Nichts machen müssen, einfach nur zusammensein. Sich aneinander freuen. Das Leben feiern. Das Glück dann auch teilen wollen, Freunde einladen.

Schabbat und Sonntag: wo uns das Vielerlei der anderen Tage getrennt hat, finden wir nun wieder Weiterlesen

Jesus beWAHRHEITet sich als WEG ins LEBEN

Liebe Gemeinde,

sich mitten im Lockdown mit Wohnungen zu beschäftigen [wie wir im Hinführenden], macht ja durchaus Sinn. Intensiv sind wir dabei zu erleben, was Architekten sich unter einer guten, einer praktischen, einer schönen Wohnung vorstellen. Wir kommen ja kaum raus. Und unsere Spaziergänge führen uns nicht weiter als durch uns unsere Nachbarschaft, und wir können uns von außen ansehen, wie Stadtplanung denkt, dass Wohnungen zusammengehören sollen.

Nur eines kommt im Augenblick vielleicht nicht so richtig auf: Sehnsucht nach unserer Wohnung, jetzt, wo Weiterlesen

Sei doch mal barmherzig! oder: Wie er mir, so ich dir

Liebe Gemeinde,

vielleicht hätte uns das mit der Barmherzigkeit zu Beginn eines jeden Jahres angesprochen. Denn Barmherzigkeit ist immer gut. Und da wir in Deutschland ja auch irgendwie in einem Rechthaber-Land leben, ist die Erinnerung an die Barmherzigkeit sowieso immer passend.

Nun war Jesus allerdings definitiv kein Deutscher, und trotzdem hat er von Barmherzigkeit gesprochen. Scheint also auch sonst ein wichtiges Thema zu sein. Zwischen Vätern und Söhnen, zum Beispiel. Dirk hat uns da ja eben in seine eigenen Erfahrungen mit reingenommen. Erfahrungen, die auch ganz sicher nicht nur seine waren.

So hat die Jahreslosung für 2021 das Potential, Weiterlesen

Josef und wir: geplant, verschoben, verworfen, gelebt, was ging

Liebe Gemeinde,

unser Gottesdienst zwischen Christfest und Silvester verbindet Weihnachten mit dem Jahreswechsel. Ein Augenblick, wie ihn die Theorie der Schwarzen Löcher beschreibt [darüber hörten wir im Hinführenden] und wie wir ihn in diesem Jahr öfter erlebt haben: an den Rändern steht die Zeit still, aber in der Mitte wartet die Zukunft. Die Zeit steht still, alles schließt, nichts geht mehr, Silvester eine Hängepartie, wird das nächste Jahr kommen? Und ja, die Zukunft, irgendwo wird sie wohl sein.

Zwischen Weihnachten und Silvester: Wenn wir darüber nachdenken, wollen wir zwei Dinge miteinander verbinden. Weiterlesen

Keine richtige Freude? Dann halt Vorfreude! (Heiligabend)

Ihr Lieben,

kein Krippenspiel also, oder besser: die Verheißung eines Krippenspiels dann wieder im nächsten Jahr. Und wie Rahel eben sagte: Das steigert die Vorfreude!

Die Vorfreude, ja, vielleicht ist die in diesem Jahr sowieso die verbreitetste Form der Freude. Dieses Jahr ist Weihnachten komisch, richtig Freude mag bei vielen nicht aufkommen, bei euch vielleicht auch nicht. Aber im nächsten Jahr dann wieder! Und dieses Jahr ist halt mal keine richtige Freude, sondern nur Vorfreude. Weiterlesen

Es kommt: Jesus, mein Retter vom Tod (4. Advent)

Liebe Gemeinde,

der Psalm 107 eben in der Lesung spricht von der Rettung. Wie sich da welche in der Wüste verirrt hatten, wie da welche in Seenot geraten waren. Und wie sie von Gott gerettet wurden. Die meisten von uns werden diese Worte symbolisch verstehen. Unsere Geflüchteten hier nicht nur.

Kommt Gott auch im Kind, um uns zu retten? Wovon? Wovor? Bislang haben wir in diesem Advent davon gesprochen, was uns in Christus geschenkt wird: Licht, Brot, eine Tür ins Leben. Aber dass wir regelrecht gerettet werden müssen, aus etwas herausgerettet? Weiterlesen

Es kommt: Jesus, meine Hilfe gegen Schwellenangst (3. Advent)

Liebe Gemeinde,

die Hälfte der Türchen im Adventskalender haben wir nun schon geöffnet. Und zugleich sagen alle, dass sich ab Mittwoch die meisten unserer echten Türen wieder schließen werden. Ob uns da offene Türen im Adventskalender als Ersatz reichen werden?

In Reihe „Wer kommt denn da? Es kommt der Ich-bin-für-dich-da“ passt deswegen heute gut sein Ich-bin-Wort: „Ich bin die Tür.“ Jesus sagt in Johannes 10: Weiterlesen

Es kommt: Jesus, mein Seelenbrot (2. Advent)

Liebe Gemeinde,

anders als Marie Antoinette (die mit dem Spruch „Sollen sie doch Kuchen, brioche, essen, wenn sie kein Brot haben“), hat der heilige Nikolaus tatsächlich verschiedentlich verhindert, dass Menschen unter ihrem Mangel zu leiden haben.

Als ein Vater seine drei Töchter nicht mehr ernähren konnte, war er drauf und dran, sie in die Prostitution zu geben. Nikolaus hörte davon und warf heimlich Gold durchs Fenster, die Mädchen waren gerettet.

Einmal war in Myra eine Hungersnot. Da legte ein Schiff im Hafen an, das Korn geladen hatte. Das Korn war für den Kaiser in Byzanz bestimmt. Nikolaus bat die Schiffer, Weiterlesen

Es kommt: Jesus, mein Licht (1. Advent)

Liebe Gemeinde,

in einem Weihnachtsgedicht heißt es: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, und nicht in dir: Du bliebest doch verloren.“ Lost heißt verloren auf Englisch. Lost wurde zum Jugendwort des Jahres 2020 gewählt. Verloren sein, sich nicht mehr auskennen, gerade keinen Durchblick mehr haben. Wo kommt die Erleuchtung her? Wer findet einen und nimmt einen an die Hand? Advent heißt: Christus kommt und schenkt sich uns genau dafür.

In diesen Wochen rund um Weihnachten möchte ich mit Euch über die sieben Ich-bin-Worte Jesu nachdenken. Mir ist in den vergangenen Jahren immer deutlicher geworden: der christliche Glaube ist Beziehung, Beziehung zwischen Jesus Christus und mir und dir und uns und ihm.

Und in den Ich-bin-Worten sagt Jesus nicht einfach etwas über sich selbst. Sondern die sieben Ich-bin-Worte, das sind sieben Beziehungsangebote Jesu an uns. „Das und das möchte ich dir werden.“

Und wir beginnen mit dem Wort, mit dem sich auch sehr schön der leuchtende Advent beginnen lässt. Jesus sagt: Weiterlesen

„Komm, ich wisch dir die Tränen ab, und hier, trink ein wenig“ (Ewigkeits-Sonntag)

Liebe Gemeinde,

ein Ewigkeits-Sonntag in Corona-Zeiten. Wenn wir fragen „Wie lange noch?“ und auf die Rettung warten, den Impfstoff, der uns aus dieser Starre erlöst. Und mit wachsender Ungeduld hört man denen zu, die sagen: „Ja, aber dann müssen erst einmal Transport und Verteilung geklärt sein, und bis dann so viele geimpft sind, dass wir alle Maßnahmen wieder aufheben können, wird es noch viele Monate dauern.“ So lange noch?

„Wachet auf, ruft uns die Stimme“ – aber bis wir aus diesem Albtraum aufwachen, dauert wohl noch. Oder ist sie schon erklungen, diese Stimme? Und kam vielleicht nur nicht aus Forschung oder Politik? Sondern von unserem Herrn?

Zum Beispiel jeden Morgen, wenn er uns weckt in einen Tag der Liebe zwischen uns und ihm? Unter welchen Umständen auch immer? Auf dass wir abends sagen können: „Wir haben überwunden, seine Liebe hat überwunden, was sich zwischen ihn und uns stellen wollte“?

Oder haben unsere Verstorbenen diese Stimme gehört „Wach auf!“, als sie geweckt wurden in die Ewigkeit hinein? Denn sie Weiterlesen