Wenn es im Glauben um richtig oder falsch geht, statt um Gerechtigkeit und Liebe

Liebe Gemeinde,

„schlimmer als blind zu sein, ist sehen zu können und keine Vision zu haben“ – so haben wir eben von der taubblinden Helen Keller gehört. Sie zeigt uns andererseits auch, dass man blind sein und trotzdem eine Vision aufs Leben haben kann. Andrea hat uns ein klein wenig mit unseren geistigen Augen hineinblicken lassen in das, was Helen Keller bewegt hat.

Die biblische Geschichte, die wir heute miteinander betrachten wollen, erzählt auch von einem blinden Menschen. Und von denen, die ihn sehen und falsche Schlüsse ziehen, weil sie eine falsche Vision von Gott im Kopf haben. Weiterlesen

Wenn es hart auf hart kommt, was wird dann aus der Liebe?

Liebe Gemeinde,

Wie leben versöhnte Menschen? Naheliegende Frage, denn am letzten Sonntag hatten wir gesagt: den Glauben im Alltag ankommen lassen, das heißt, als versöhnte und versöhnende Menschen leben.

Dirk hat uns eben schon etwas davon vorgelesen, wie sich Paulus das Leben von versöhnten vorstellt. Und was ist, wenn es mal hart auf hart kommt? Dazu sagt Paulus auch etwas, es steht Weiterlesen

Am Ende steht die Versöhnung. Und vorher?

Liebe Gemeinde,

Was steht am Ende? Manche lesen in Büchern ja erst einmal das Ende, besonders in Krimis. Beruhigend, wenn man weiß, dass es gut ausgeht. Bei modernen Krimis ist das nicht mehr immer der Fall. Beim Tatort auch nicht. Das lässt uns ein wenig verstört zurück. Den kleinen Fisch haben sie gekriegt, aber die Großen treiben weiter ihr Unwesen. Wie soll man so in die neue Woche starten?

Was steht am Ende über unserem Leben? Wessen Wort lassen wir das letzte Wort über unser Leben sein, das letztgültige?

In der Bibel lesen wir: Am Ende steht die Versöhnung. Weiterlesen

Wie Gott: sich aufmachen für, aufmachen zu

Liebe Gemeinde,

der dreieine Gott lebt in uns und hilft uns, uns aufzumachen. Für die anderen uns aufzumachen, zu den anderen uns aufzumachen. So bekennen es die, die selbst erlebt haben: Gott hat sich für mich geöffnet und er hat sich zu mir aufgemacht.

Das allerdings bewegt nur die, die wissen, wie außergewöhnlich das ist, dass er sich so aufgemacht hat für und zu uns. Die, die sich vielleicht nach Matthäus zu den „geistig Armen“ Weiterlesen

Gottes Geist macht’s möglich: (sich mit)Teilen

Liebe Gemeinde,

Trinitatis, so sagten wir am letzten Sonntag, das bedeutet: Der Glaube soll im Alltag ankommen! Und wir sagten, wir hätten in diesem Jahr 21 Sonntage Zeit, um das im Einzelnen durchzubuchstabieren. Die 21 Sonntage nach Trinitatis eben. Und heute also: der erste davon! Aufbruch in die neue Zeit! Der Geist Gottes in uns! Das heißt: die Kraft Gottes in uns! Wozu wird sie uns die Stärke geben? Was wird jetzt (endlich?) möglich werden? Vielleicht das hier?

Die ganze Gemeinde war ein Herz und eine Seele. Keiner betrachtete etwas von seinem Besitz als ein persönliches Eigentum. Sondern alles, was sie hatten, gehörte ihnen gemeinsam. Mit großer Kraft traten die Apostel als Zeugen dafür auf, dass Jesus, der Herr, auferstanden war. Die ganze Gnade Gottes ruhte auf der Gemeinde. Keiner von ihnen musste Not leiden. Wer Grundstücke oder Gebäude besaß, verkaufte diese und stellte den Erlös zur Verfügung. Er legte das Geld den Aposteln zu Füßen. Davon erhielt jeder Bedürftige so viel, wie er brauchte.

Kann man jetzt natürlich sagen: Das geht ja gut los hier, gleich am ersten dieser Sonntage, mit dieser Bibelgeschichte. Aufbruch in die neue Zeit, der Glaube kommt im Alltag an – ist das schöne Anliegen mit so einer Geschichte nicht gleich wieder dahin? Ich meine: Gütergemeinschaft? Geht’s nicht eine Nummer kleiner? Wie passt die in unseren Alltag? Weiterlesen

Auf dass ankomme in unserem Leben, was wir glauben, damit nicht Leben fehle in der Welt (Trinitatis)

Liebe Gemeinde,

Sonntag Trinitatis. Alle Feste sind gefeiert, Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten – jetzt will gelebt werden, was wir gefeiert haben! Was ich glaube, soll in meinem Leben ankommen. Mit Hilfe dessen, der so mit uns mitgeht, wie es im Wochenspruch heißt:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Diese Woche war es wieder mal, wie es manchmal bei mir ist. Ich komme mit meinen Gedanken nicht von einer Sache los und denke zugleich: Jetzt mach mal, du hast noch eine Predigt vorzubereiten! Bis mir dann aufgeht: Das bringt jetzt nichts, warum nimmst du nicht das, was dich beschäftigt, und versuchst, daraus was zu machen?

Also dann: Ist es nicht Weiterlesen

Wir Mobilien Gottes (Pfingsten)

Liebe Gemeinde,

Pfingsten: der heilige Geist, der Geist Jesu, der Gottes in uns. Gott hat in uns Wohnung genommen. Das Pfingstfest macht uns alle zu mobilen Tempeln, zu mobilen Kirchen. Zu Orten der Gottesbegegnung. Denn das ist ein Tempel, eine Kirche: ein Ort der Gottesbegegnung.

Das mit den mobilen Tempeln habe ich mir nicht selbst ausgedacht. Ich fand das neulich Weiterlesen